Die Brücke

soziokulturelles Zentrum


alles auf einen Blick

unsere nächsten Veranstaltungen

Sep 23 um 20:00 – 22:00
20:00
Tereza Hossa – wortgewandte Tierärztin in spe Sebastian Hochwallner – trockener Humor mit Selbstironie Da Harry – persönliche Erfahrungen mit den Tücken des Alltags Newcomer Slot – Überraschungsgast aus dem Kleinkunst Nachwuchs durch den Abend[...]
Sep 24 um 20:00 – 22:00
20:00
Wir wurden geboren in den 90er Jahren, da könn ma echt nix dafür. Wir kennen keine Not, keinen Hunger, kein Leid, aber habn an Traumfänger und für alles a Gspühr. Aufgewachsen ist Elli Bauer in[...]
Sep 25 um 18:00 – 21:00
18:00
Zum zweiten Mal laden die Autorinnen Ela Bloom, Clara C. Fey und Tonip the Writer des Grazer Literaturkollektivs „seitenweise“ gemeinsam mit dem Autorenduo J.H.Prassl zu einem Abend voller Einblicke in ihre literarischen Werke in Die Brücke[...]
Okt 7 um 20:00 – 22:00
20:00
„Wienerlied trifft Steirerkas“ Lieder über alltäglich Selbstverständliches und nicht selbstverständlich Alltägliches Warum trinken Weana Madln doch lieber steirischen Wein, wozu brauchen stille Zecher an Synthetikum und warum rechnet as Reserl rigoros mit dem Schlager ab?[...]

Kontakt

Verein Die Brücke

  • Grabenstraße 39a
  • A-8010 Graz
  • +43 316 67 22 48
  • office@bruecke-graz.com

Öffentliche Verkehrsmittel

Erreichbar mit:

Straßenbahnlinien 4 und 5 Richtung Andritz: Haltestelle Hasnerplatz/Pädagogische Hochschule.
Buslinie 41: Haltestelle Lange Gasse

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten Buffet:

Montag bis Freitag von 10:00 bis 22:00 Uhr

Bürozeiten:

Montag bis Freitag von 10:00 bis 16:00 Uhr

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18+ String Festival

Line-Up

  • „Sir“ Oliver Mally
  • Martin Moro
  • Gottfried David Gfrerer

 

 

 

 

 

„Sir“ Oliver Mally

32 Jahre ist der „Sir“ 2016 nun schon „on the road“ und auch seine Band die „Sir“ Oliver Mally‘s Blues Distillery feiert ihr 25jähriges Bestehen! Und all das bei einer Frequenz von durchschnittlich 150 Gigs im Jahr. Als Künstler der ständig arbeitet und mit beinahe ausschließlich „eigenem“ Material unterwegs ist, beinahe schon ein „kleines“ Wunder!

Oliver Mally wird am 06.02.1966 in Wagna/Steiermark geboren.
Mit 15 Jahren bekommt er seine erste Gitarre.
Als reiner Autodidakt werden die ersten Jahre damit verbracht, verschiedenste Stilistiken zu ergründen. Ganz grossen Einfluss auf sein elektrisches Spiel haben Albert King, Buddy Guy, John Lee Hooker, B.B.King, Albert Collins…etc.
Durch ein großes Maß an Eigenständigkeit gelang es über die Jahre, einen ganz „persönlichen“ Stil zu finden und sich somit von den Gitarristen-Klons abzuheben.

Seit 2000 fand das akustische Spiel immer mehr Einzug in das Programm. So ist man seitdem vermehrt auch „Solo“ – im „Duo“ mit Martin Gasselsberger (p/voc) oder auch im„Trio“ mit Petra Linecker(voc) und Martin Gasselsberger national und international, in Clubs als auch auf Festivals unterwegs.

 

Martin Moro

Martin Moro ist eine Fixgröße in der heimischen Folk- und Bluesszene und auch international unter den virtuosesten Fingerstylegitarristen zu finden.

Bekannt geworden durch das Gitarrenduo ZWIEZUPF, machte er sich in den letzten zwei Jahrzehnten durch seine zahlreichen Soloauftritte im In- und Ausland einen Namen. Diese Auftritte sind gekennzeichnet von seinem virtuosen und zugleich melodiösen Gitarrespiel, Folksongs und Blues, sowie humorigen Conferencen, bei denen auch immer wieder sein christlicher Glaube durchblitzt. Ein Abend für alle, die sich Zeit zum Zuhören und Ohrenverwöhnen nehmen wollen.

Bisher gibt es 4 Solo CDs, zum Teil unter Mitwirkung prominenter Gäste (z.B. The Holmes Brothers, Jeff Johnson, Brian Dunning, Josef Lupták).

Neben seinen Solo-Programmen spielt Martin Moro u. a. im Duo mit „Sir“ Oliver Mally sowie im Trio mit ihm und Martin Gasselsberger, weiters im Duo mit Mario Berger. Darüber hinaus mit dem Instrumentaltrio „Catering Absorbers – Musik für besondere Anlässe“, dem Volxmusikquartett Landluft und der Steirermen Connection 2,0. Bei diesen Formationen kommt Martin Moro als Multiinstrumentalist auf allen möglichen Saiteninstrumenten sowie Flöten und Perkussion zum Einsatz.

Frühere Stationen auf dem musikalischen Werdegang: Mitglied des Folktrios SQUADUNE, der österreichischen Folk- und Bluesband GRAYMALKIN und der deutschen Varietètru

ppe QUODLIBET, sowie Konzerte mit dem deutschen Liedermacher und Grimme-Preisträger Martin Buchholz.

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Martin Moro auch als Studiomusiker, Arrangeur und Produzent in Österreich und Deutschland, wobei er besonders für die Vielfalt der Klänge, die er auf Band zaubert, sowie für sein musikalisches Einfühlungsvermögen geschätzt wird. Dieser Bereich umfasst u. a. CD-Produktionen, Kompositionen und Einspielungen von Jingles, Film- und Theatermusik.

Martin Moro, www.martinmoro.com

 

Gottfried David Gfrerer

Polychrome

„It´s all water under the bridge now” singt Gottfried Gfrerer im ersten, gleichnamigen Song seines neuen Albums. Es ist einiges Wasser unter vielen Brücken durchgeronnen, seit der am 2. November 1966 – am Todestag des US-Blues Musikers Mississippi John Hurt, dessen Sager „Don´t You Die Untill You´re Dead” dem abschließenden Instrumentalstück des Albums den Titel gibt – in Kärnten geborene Musiker und Gitarrenbauer und -restaurator zuletzt ein Album unter eigenem Album veröffentlich hat. Nicht, dass Gfrerer, wiederholt von Auskennern als „bester Slide-Gitarrist Europas” bezeichnet, seit „Scoop & Run” (2009) untätig gewesen wäre. Er spielte als gefragter Sideman ebenso, wie er seine Obsession für die National-Resonatorgitarren der 1920/30er Jahre pflegte. Seine ausgewählten Solo-Konzerte erzeugten im Publikum regelmäßig starkes Interesse an neuem Gfrerer-Material, dieser ließ „die Sehnsucht nach Eigenem” gelassen wieder wachsen.

Weltgelassenheit und Welthältigkeit – wir begegnen alten Königen („Ancient Kings”), dem Großvater des Musikers, einem Holzknecht („Made By Hand”), dem zweifelhaft-zwielichtigen Sam Colt („Make Hay While The Sun Shines”) oder Sweet Emma Barrett, einem Musik-Original aus New Orleans, die im Film „Cincinnati Kid” mit Steve McQueen ihren Augenblick mit der Ewigkeit hatte („Sweet Emma, The Bell Girl”), und da huscht Gina Lollobridgida durch die Lyrics („Somebody Else”) – prägen „Polychrome” in seiner ganzen Vielfalt. Wir hören das gewachsene Selbstverständnis des Sängers Gottfried Gfrerer, und wie dieses dem Gitarristen einen neuen Focus gibt, ihm einen neuen Rahmen spannt, in dem sich dessen Kunst noch einmal berührender, dringlicher entfalten kann. Geprägt von englischsprachiger, und, wie er sagt „archaischer” Musik, haben seine Songs hier endgültig eine zeitlose Qualität erreicht, sind offene Weltenbürger_innen, denen ihre Affinität, ihre Verwurzelung zu und in Europa und den USA (den jeweils „realen” und denen der Imagination) Charakter und Haltbarkeit verleiht.

Es sind Momentaufnahmen, lebenspralle Geschichten-Sprengsel, aufgeschnappte Sätze, wieder- und wieder reflektiertes Leben (eine spät zur Alkoholikerin gewordene Marlene Dietrich und ein gefallener Freund finden sich in „Somebody Else” verpackt), dass nicht immer „leicht” ist und sein kann („Made By Hand” diesbezüglich ein Schlüsselsong), aus denen der Songwriter Gfrerer schöpft und baut. Der nicht auf Pointen und Happy Ends vertraut, am Ehesten immer wieder eine lebensumarmende, durchdringende Gelassenheit in seinen Liedern freilegt oder freizulegen versucht. Was nichts mit Gleichgültigkeit oder Resignation zu den Monstrositäten in der Menschlein Leben zu tun hat, im Gegenteil, da sprechen die Antikriegslieder „#741” (eine Gitarren-Seriennummer …) wie „Abbeville” eine deutliche Sprache, mit „The Willow” kommt die Erdenmacht der Liebe nachdrücklich zu ihrem Recht.

Der Titel des Albums „Polychrome“ schließlich – und jeder Song hat seine Gitarre – bezieht sich auf eine spezielle Art der Lackierung, mit der in den 1920/30er Jahren eine fast kitschige Art der Buntheit für die Resonator-Gitarren möglich wurde, die deren bisher recht „trockenes” Erscheinungsbild nachhaltig veränderte. Es mag im Kontext unserer unruhigen Zeit merkwürdig anmuten, dass diese Art der Schönheit möglich wurde, als sich die Welt auf einen ihrer heftigsten Brände zubewegte. Aber die Schönheit dieser Gitarren ist bis heute wieder zu finden, so wie sie immer noch und immer wieder gut zu klingen vermögen. Wie die neuen Songs von Gottfried Gfrerer.

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